Es war ein besonderer Nachmittag, waren sich alle einig: Eine mobile tiergestützte Intervention brachte spürbare Lebendigkeit und viele berührende Momente in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner Ende April. Kaninchen Wolke und Sternchen, die Hühner Tiffi und ihre Gefährtin, die Meerschweinchen Karamell, Topsi und Strolchi sowie Hund Pepe sorgten für Nähe, Freude und überraschend viel Aktivität.
Schon beim ersten Kontakt zeigte sich, wie unmittelbar Tiere Menschen erreichen können. Es wurde gefüttert, gestreichelt und gelockt – und ganz nebenbei entstanden Bewegungen, die im Alltag oft nicht mehr selbstverständlich sind. Besonders eindrucksvoll waren die Reaktionen von Menschen mit schweren dementiellen Veränderungen: Emotionen, Erinnerungen und kleine Bewegungsimpulse tauchten wie von selbst auf und ließen Gesichter aufleuchten. Eine Bewohnerin sagte lächelnd: „Das war wunderschön. Danke.“
Auch die allgemeine Stimmung im Haus sprach für sich. Immer wieder war zu hören: „Wann kommen Sie denn wieder“, während ein anderer Bewohner voller Vorfreude meinte: „Ich freue mich schon auf ein nächstes Mal.“
Begleitet wurde das Angebot von Lena Schulz und Dr. Magdalena Kaul aus Münster. Beide verfügen über langjährige Erfahrung in der tiergestützten Arbeit mit Menschen unterschiedlichen Alters. Ihr Schwerpunkt liegt auf achtsamen, fördernden Begegnungen zwischen Mensch und Tier – Begegnungen, die Wohlbefinden stärken und Teilhabe ermöglichen.