(Februar 2026)
Der Informationsnachmittag im Hanse-Zentrum entwickelte sich zu einer lebendigen Austauschplattform rund um die Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Priscilla Theißen, tätig unter dem Dach der Bonnfinanz, erläuterte die unterschiedlichen Funktionen dieser Dokumente, ihre rechtliche Bedeutung und typische Fehler, die in der Praxis häufig auftreten. Besonders eindrücklich war ihre Aussage: „Im Notfall zählt nicht, was man irgendwann einmal gesagt hat, sondern was eindeutig schriftlich festgelegt wurde.“ Damit rückte sie die Bedeutung klar formulierter Vorsorgedokumente in den Mittelpunkt.
Während des Vortrags wurde deutlich, wie eng die verschiedenen Verfügungen miteinander verknüpft sind und wie sie sich gegenseitig ergänzen. Eine Patientenverfügung ermöglicht es, volljährigen Personen, im Voraus festzulegen, welche medizinischen Maßnahmen sie in Situationen ohne eigene Einwilligungsfähigkeit wünschen oder ablehnen – etwa bei schwerer Demenz oder im Koma. Sie ist rechtlich bindend, muss eigenhändig unterschrieben sein und sollte präzise formuliert werden. Theißen betonte: „Unklare Formulierungen führen im Ernstfall zu Unsicherheiten – Präzision ist hier der beste Schutz.“
Der offene Charakter der Veranstaltung ermöglichte einen regen Austausch. Angehörige, Mitarbeitende und Bewohnende nutzten die abschließende Fragerunde intensiv, um individuelle Anliegen zu klären und mehr Sicherheit im Umgang mit den verschiedenen Dokumenten zu gewinnen. Die Resonanz zeigte, wie wichtig verständliche Informationen und praktische Orientierung in diesem Themenfeld sind.